Was fliegt denn da? – Märzmücken

Beim Vorbereiten unseres Hochbeets für die baldige Freilandpflanzung nach den Eisheiligen kam uns beim Umgraben der noch vorhandenen Erdschicht ein riesiger Schwall schwarzer Fliegen entgegen. Im ersten Moment hieß es nur „Mund zu!“ und keinen von den kleinen, ca. 1 cm großen, Insekten verschlucken. Doch was waren das für Tierchen, die sich in so zahlreicher Form bei uns aufhielten?

Märzmücken auf Paarungssuche

Nach einer kurzen, hilflosen Suche im Internet haben wir kurzerhand die App „iNaturalist“ – eine App zur Pflanzen- und Insektenbestimmung – befragt. Nach dem Hochladen eines Fotos und dem Auswählen von möglichen Insektenarten wurde uns auch schon die Märzmücke als „Übeltäter“ präsentiert.

Doch von Übeltäter kann in diesem Fall gar nicht die Rede sein. Auch wenn die Märzmücke (biologischer Name „bibio marcio“) mit ihren längeren schwarzen Haaren und vergleichsweise großen Augen optisch nicht ganz so schön anzusehen ist, wird sie doch offiziell zu den Nützlingen gezählt. Im Volksmund wird die Märzmücke auch Markusmücke genannt. Das kommt daher, dass ihr Auftreten vermehrt um den Markustag, am 25. April, beobachtet wird. Die Märzmücke ernährt sich unter anderem von Blattläusen. Ihre Hauptnahrungsquelle ist jedoch Pflanzennektar. Da die Märzmücke trotz Regenwetters und kühleren Temperaturen schon früher auf Nektarsuche geht als ihre Bestäubungskollegen – wie Bienen oder Hummeln – , ist sie vor allem für die frühe Pflanzenbestäubung wichtig.

In größeren Ansammlungen und Schwärmen treten die Märzmücken dann zwischen Mai und Juni auf. Diese Schwarmbildung dient der Suche nach einem Fortpflanzungspartner. Doch Angst muss man auch vor diesen größeren Schwärmen nicht haben. Hat die Fortpflanzung nämlich stattgefunden, verenden die Märzfliegen. Außerdem stechen die Märzmücken, anders als ihr Name vielleicht vermuten lässt, nicht.

Eine der zahlreichen Märzmücken die uns in unserm Hochbeet überrascht haben.
Eine Märzmücke im Larvenstadium

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