Ameisen überall – was tun?

Durch den langen und trockenen Sommer im letzten Jahr haben sich Ameisen sehr stark vermehrt. Die kleinen Tierchen sind zwar ein äußerst wichtiger Bestandteil des Ökosystems in unserem Garten, doch in Überzahl und an unerwünschten Stellen – beispielsweise im Haus oder auf der Terrasse – können sie ganz schön lästig sein. Im Baumarkt oder im Gartencenter gibt es jede Menge Artikel, die den Ameisen an den Kragen wollen, aber muss man den gleich alles „um die Ecke“ bringen, was unerwünscht ist?

Wir haben ein paar Ideen, die ihr zuerst einmal ausprobieren solltet, bevor ihr zur härteren Waffen greift.

Futterquelle beseitigen

Ameisen melken die Blattläuse regelrecht, um an die Zuckertröpfchen der Blattläuse zu kommen.

Klingt erst einmal am logischsten, wird aber gerne vergessen: Überlegt erst einmal, ob es einen Grund geben könnte, wieso die Ameisen dort hin laufen, wo sie nicht sollen. Vielleicht gibt es eine Futterquelle, die sie angelockt haben? Diese Futterquelle kann eine unter den Schrank gerollte Traube sein oder Blattläuse die ein Zuckersekret absondern und daher oft von Ameisen als Wirte angesteuert werden. Nehmt die Verfolgung der Ameisenstraße auf und versucht den Grund der Invasion zu finden.

Klebeband

Hat sich eine Ameisenstraße gebildet auf der die Ameisen in euer Haus oder auf eure Terrasse marchieren, dann überklebt ein Stück dieser Ameisenstraße mit einem breiten Klebeband. Die Geruchsspur, nach der sich die Ameisen richten, ist so überdeckt und die Ameisen müssen sich erst einmal wieder neu orientieren.

Kreide

Kreide funktioniert nach dem selben Prinzip wie das Klebeband. Großzügig über die Ameisenstraße mit Kreide malen. Oder ein Stück Kreide zerreiben und dann auf die Ameisenstraße streuen.

Duftstoffe

Hat das alles nichts geholfen, könnt ihr es noch mit einer Duftattake versuchen. Ätherische Öle, Knoblauch oder Essig können die Ameisen durch ihren starken Geruch von ihrer eigenen Duftspur ablenken, so dass sie sich einen neuen Weg suchen. Doch wenn beispielsweise Zimt bei verschiedenen Ameisenarten als sogenanntes Repellent, oder auch Vergrämungsmittel gilt, funktioniert es nicht gleich bei jeder Ameisenart. Selbstverständlich sind fruchtige Duftstoffe wie beispielsweise Pfirsichduft nicht sehr sinnvoll, weil die Ameisen sonst womöglich eine neue Futterquelle dort vermuten.

Wasser

Ameisen, die es sich in Blumentöpfen gemütlich gemacht haben oder deren Bau an einer unerwünschten Stelle erbaut wurde, kannst du durch regelmäßiges Fluten des Baus mit dem Gartenschlauch vertreiben.

Bitte kein Backpulver!

Backpulver gilt als altes Hausmittel gegen unerwünschte Ameisen. Das Backpulver ist aber reine Tierquälerei! Die Ameisen fressen das Backpulver, was dann in den Mägen der Tiere aufquillt bis sie platzen. Sollten wirklich keine unserer Tipps gegen die Ameisen helfen, dann besorgt euch lieber ein Mittel aus dem Fachhandel. Diese Mittel helfen meist auch effektiver als das Backpulver, da sie erst wirken, wenn die Tiere das Mittel in den Bau getragen haben.

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