Bärlauch – würziger Frühblüher

Der Frühling klopft an die Tür und die ersten Pflanzen kämpfen sich aus dem Erdreich an die frische Luft. Bärlauch, der vielen auch als wilder Knoblauch bekannt ist, gehört auch zu diesen Frühblühern, die den Frühling einläuten. Bärlauch ist mit seinem frischen Grün und seine weißen Blüten nicht nur schön anzusehen, er ist auch in der Küche sehr beliebt. Du findest ihn in feuchten, halbschattigen Wäldern und entlang von Bachufern.

Jetzt im März beginnt vielerorts die Saison dieser aromatischen, knoblauchartigen Pflanze, die bis in den Juni hinein zu finden ist. Seinen knoblauchartigen Geruch verdankt der Bärlauch dem schwefelhaltigen Allicin in seinen Blättern, mit dem er sich gegen Fressfeinde zu schützen versucht. Er wirkt Verdaungs- und Durchblutungsfördernd und hat sogar eine antibakterielle Wirkung.

Wo der Bärlauch wächst, bleibt er nicht lange alleine.

Doch Vorsicht beim Sammeln von Bärlauch!

Damit er seinen vollen Geschmack in der Küche entfalten kann, wird der Bärlauch vor seiner Blüte gesammelt. Dadurch ist er alleridngs leichter zu verwechseln. Ungeübte Kräuterpflücker können beim Sammeln des Bärlauchs eine sehr unangenehme Überraschung erleben. Der Bärlauch ist nämlich leicht mit anderen giftigen(!) Pflanzen – wie beispielsweise dem Maiglöckchen – zu verwechseln. Bist du in deinem Kräuterwissen noch nicht besonders erfahren, solltest du dich vorher gut informieren. Vielleicht bei einer geführten Kräuterwanderung in deiner Gegend? Beispielsweise in Stolberg kannst du eine Kräuterwanderung unternehmen. Die VHS Aachen oder die Ländlichen Gilden in Ostbelgien organisieren beispielsweise Wildkräuterseminare.

Einige Bioläden bieten den Bärlauch saisonal auch zum Kauf an. Du solltest allerdings unbedingt auf die Frische achten, denn er ist frisch gepflückt nur wenige Tage wirklich lecker. Oftmals ist der frisch gesammelte Bärlauch doch deutlich armoatischer – sei es auch nur, weil man ihn in der frischen Luft selber geerntet hat.

Bärlauch im eigenen Garten

Möchtest du in den Genuss des Bärlauchs kommen, ohne ihn in seinem natürlichen Vorkommen zu pflücken, so kannst du ihn problemlos in deinem eigenen Garten kultivieren. Die Pflanze mit ihren knollenartigen Rhizomen breitet sich schnell aus und bildet so einen großen Bodendecker. Hat der Bärlauch einmal seinen Platz in deinem Garten gefunden, solltest du das bedenken und vielleicht eine Wurzelsperre in Betracht ziehen.

Ob als Topfpflanze oder als Saatgut ist der Bärlauch zu bekommen. Sandige Böden benötigen etwas Humus oder Kompost, schwere lehmige Böden lockerst mit Sand und Kompost auf. Dann kann der Bärlauch auch schon in deinem Garten Einzug halten. Im ersten Jahr solltest du auf eine Ernte verzichten, damit er sich gut ansiedeln kann. Aber schon im zweiten Jahr kann die Ernte der bis zu 30 cm großen Blätter los gehen. Hat er erst einmal seinen Platz gefunden ist er sehr pflegeleicht und muss höchstens mit einer Mulchschicht vor dem Austrocknen geschützt werden.

Warum nicht zu Ostern eine Bärlauchsuppe auf den Sonntagstisch? Sehr lecker!

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.