Innovationen mit grünem Daumen

Wer einen grünen Daumen hat und seine freie Zeit gerne im Garten verbringt, lässt seine Gedanken bei der Arbeit gerne einmal schweifen. So manchem kommt bei der Buddelei, die ein oder andere kreative Idee. Einige Gartenfreunde sind von ihrer Idee sogar so überzeugt, dass sie darin sogar eine Geschäftsidee wittern.

Wir haben für euch ein paar Projekte im Internet aufgespürt, die es manchmal sogar zur Marktreife gebracht haben. Vielleicht habt ihr gleich sogar den Wow-Effekt und entdeckt für euch ein neues Must-Have für euren Garten. Andere Idee scheinen aber im Sande verlaufen zu sein und waren wohl eher ein Flopp.

1. Laubfegen leicht gemacht

Auf der Webseite laubfix.de findest du ein Produkt, dass dir das Leben nicht nur beim Laubfegen erleichern soll. Klaus Düttmann hat das Gartengerät erfunden und mittlerweile eine neue Version des Laubfix entwickelt. Was der Laubfix alles kann, seht ihr in seinem Video. Aktuell sucht Herr Düttmann noch Investoren, ist aber zuversichtlich seine Weiterentwicklung ab März 2020 im Handel anbieten zu können.

2. myhomegarden – Dein Garten für zu Hause

Frische Gartenkräuter in der eigenen Küche ständig griffbereit zu haben – wer findet die Idee nicht verlockend. Das haben sich wohl auch die Entwickler von myhomegarden gedacht. Sie haben ein geschlossenes Ökosystem, das sogenanntem Hydroponics-System entwickelt, dass die Küchenkäuter während 8 Wochen automatisch mit Wasser versorgen soll. Über die Webseite kickstarter.com wurde der Versuch unternommen für dieses Projekt genügend Geld einzusammeln um in Produktion gehen zu können. Leider konnten sich nicht genügend Unterstützer finden. Wir konnten keine Webseite finden auf der das Produkt weiter beworben oder verkauft wurde.

3. Gartenbeet einfach zusammen stecken

Mit dem Niwa Gardening Multibeet-System soll sich jeder ganz einfach sein eigenes Gartenbeet zusammenbauen können, so die Idee eines Schweizers. Einzelne Elemente können ohne Werkzeug zusammen gesteckt werden und lassen sich in Höhe, Breite, Länge und Form nach eigenen Wünschen und Anforderungen verändern. Ein Crowdfunding-Versuch scheiterte und brachte nicht genügend Investoren. Dennoch kann das System online unter www.niwagardening.com gekauft werden.

4. Fingerschaufel

Die Fingerschaufel – erhältlich in mehreren Farben
Bild: nextbase.cc

Die Fingerschaufel wurde von einer Bürokauffrau aus Bad Wünnenberg erfunden und soll das Graben mit den Fingern erleichtern. Die kleine Metallschaufel wird mit einem kleinen Plastikring einfach auf die Finger gesteckt. Eine kleine Blume auf dem Fingerring läßt die Fingerschaufel gleich viel dekorativer aussehen. Die Fingerschaufel einmal auf den Mittelfinger gesteckt, lassen sich beispielsweise Blumen leichter in die Erde eingraben. Ist die Arbeit erst einmal erledigt. können die kleinen Fingerschaufeln auch als Dekoelemente im Blumenkasten stehen bleiben.

Die Webseite der Fingerschaufel unter www.fingerschaufel.de ist leider offline. Auf einer Verkaufs-Plattform für kleine Startups haben wir die Fingerschaufel aber noch gefunden. Zum Preis von 8,95 € kannst du dir diese Fingerschaufeln kaufen. Auf unsere Nachfrage bei dieser Seite kam zwar ein Kontakt zum Vertreiber der Fingerschaufel zustande, aber wir konnten leider nicht mehr Details darüber erfahren, wie es mit der Fingerschaufel weiter geht, oder ob das Projekt eingestellt wird.

5. Umtopfen ganz easy

Sonja Meier aus Baunatal wollte vor einigen Jahren das Umtopfen von Zimmerpflanzen ganz einfach machen. Sie entwickelte einen Blumentopf in dem bereits die neue Blumenerde für deine Zimmerpflanze enthalten ist. Ein zweiter Blumentopf im Topf dient als Platzhalter für deine umzutopfende Zimmerpflanze. Gleichzeitig dient der zweiter Blumentopf noch einem anderen Zweck. Er liefert eine „handvoll“ Blumenerde, die du nach dem Einsetzen der Pflanze benötigst um diese einzusetzen. Die Webseite, der aus dieser Idee entstandenen Firma ist noch online, aber der letzte Beitrag in der Kategorie „Aktuelles“ ist aus dem Jahr 2014. Auf https://so-mei-to.de kannst du dir die Idee von Sonja Meier anschauen. Entscheide selber ob diese Idee „Hot“ oder „Schrott“ ist.

Wir haben versucht Frau Meier zu kontaktieren, wie es um das Projekt bestellt ist. Leider war unser Versuch erfolglos und wir gehen davon aus, dass das Produkt eingestellt worden ist.

6. Das Stangenbohnengestell „FCJ 2005“

Die Gartenfreunden der Kleingartenanlage „Pistor e.V.“ in 96515 Sonneberg stellten sich die Frage, wie man wohl die über zwei Meter hohen Bohnenstangen im Garten aufstellen könnte. Ist es doch immer eine sehr wackelige Angelegenheit, auf einer Leiter hoch zu klettern um die Bohenstangen in den Boden zu klopfen, wenn die Leiter auf der lockeren Gartenerde steht. Nach einiger Tüftelei der Gartenfreunde entstand in Zusammenarbeit mit einem metallverarbeitenden Betrieb ein Gerät, bestehend aus zwei Rahmen, die mit Hilfe einer Teleskopstange leicht zu montieren sind. Der untere Rahmen weist eine Größe von 80×80 cm und der obere von 40x40cm auf. Der Teleskopstab kann je nach Bedarf bis auf 2,80m Höhe ausgefahren werden. Er besteht aus drei Teilen, welche mit Schraubverbindungen versehen sind. Um die beiden Rahmen herum sind Haken angebracht. Hier kannst du die Kletterschnüre spannen an denen deine Bohnen platzsparend hochwachsen können.

Kaufen könnt ihr das Stangenbohnengestell auf der Webseite des Herstellers unter www.schau-metallverarbeitung.de

7. Schnecksagon

Als eine erfolgreiche Produktidee kann man Schnecksagon wohl getrost bezeichnen. Schnecksagon ist ein Produkt, dass eine Barriere zur Schneckenabwehr errichtet – ganz einfach und simpel durch Aufstreichen mit einem Pinsel. Entwickelt wurde das Produkt von der Biologin Nadine Sydow und dem Materialwissenschaftler Sandro Böhm von der Kieler Christian-Albrechts Universität (CAU). Erst wurde Geld über eine Crowdfunding-Plattform für die Produktion und den Vertrieb gesucht. Anschließend folgten viele Auftritte von Nadine Sydow in verschiedenen Medien. Den Durchbruch brachte ihr Auftitt in der VOX-Fernsehsendung „Höhle der Löwen“ bei der der Investor Ralf Dümmel zuschlug und 500.000 Euro für 30 Prozent der Firmenanteile anbot. Ein exklusiver Vertriebsvertrag mit einem anderen Vertriebspartner ließ erst einmal das Investment scheitern. Heute ist das Produkt auf der Webseite der Firma Lugato zu finden und kann dort gekauft werden.

Das Crowdfunding-Video bei Startnext.com um genügend Investoren für das Produkt zu finden.

Überraschend, was es so alles gibt. Und nicht aus jeder guten Idee ist ein Hit geworden. Aber vielleicht habt auch ihr eine innovative Idee bei eurer Gartenarbeit gehabt. Oder habt ihr ein Gartengadget für euch entdeckt, dass noch recht unbekannt ist. Schreibt uns gerne einen Kommentar oder schickt uns eine E-Mail. Wir freuen uns über jede Nachricht von Euch!

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