Torffrei in die Gartensaison starten
Die Gartensaison steht vor der Tür. Neben Pflanzen steht für viele Gartenfreunde bald auch eine große Menge Blumenerde auf der Einkaufsliste. Immer mehr Hobbygärtnerinnen und -gärtner achten dabei darauf, torffreie oder torfreduzierte Erde zu kaufen. Das ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz, denn Torf speichert in Moorböden große Mengen CO₂.
Um über dieses Thema zu informieren, findet vom 13. bis 22. März die Aktionswoche „Torffrei gärtnern!“ des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat statt. Sie zeigt, wie jeder beim Gärtnern auf Torf verzichten kann – und warum sogar jeder einzelne Blumentopf dabei zählt.
Warum Torf im Moor bleiben sollte
Torf gehört eigentlich ins Moor und sollte dort auch bleiben. In Mooren wird Kohlenstoff langfristig gebunden. Wird Torf jedoch abgebaut und genutzt, kann das gespeicherte CO₂ wieder freigesetzt werden. Wer stattdessen torffreie Erde verwendet, leistet also einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Besonderheiten torffreier Erde
Torffreie Blumenerde hat allerdings einige Eigenschaften, auf die man achten sollte. Sie speichert zum Beispiel weniger Wasser als herkömmliche Torferde. Deshalb empfiehlt es sich, Pflanzen häufiger und in kleineren Mengen zu gießen. Auch beim Düngen ist etwas Aufmerksamkeit nötig, da torffreie Substrate Nährstoffe nicht ganz so gut speichern. Außerdem sind diese Erden mikrobiell aktiver, also „lebendiger“. Daher sollten sie möglichst bald verwendet oder kühl gelagert werden – und die Verpackung sollte stets gut verschlossen sein.
So erkennt man torffreie Produkte
Torffreie Erde erkennt man an Aufschriften wie „torffrei“ oder „ohne Torf“. Bezeichnungen wie „torfarm“ oder „torfreduziert“ bedeuten dagegen, dass noch Torf enthalten sein kann – teilweise sogar bis zu 70 Prozent. Wer unsicher ist, kann sich im Fachhandel, im Gartencenter oder im Baumarkt beraten lassen.

Aktionswoche „Torffrei gärtnern“
An der Aktionswoche beteiligen sich in diesem Jahr über 340 Märkte in ganz Deutschland. Dazu gehören Gärtnereien, Gartencenter, große Baumarktketten, Lebensmittel-Discounter sowie Naturschutzorganisationen wie der NABU oder „Natur im Garten“. Vom 13. bis 22. März stellen alle Partner das Thema torffreies Gärtnern in den Mittelpunkt und informieren darüber, wie der Umstieg gelingen kann.

Tipps für den Umstieg
Während der Aktionswoche erfahren Interessierte unter anderem:
- welche torffreien Erden und Substrate es gibt
- wie man sie richtig verwendet
- welche Erde zu welchen Pflanzen passt
- und welche Lösungen am besten zu den eigenen Gartenbedürfnissen passen
Mit den richtigen Tipps gelingt der Wechsel zu torffreier Erde problemlos.
Ein kleiner Schritt mit großer Wirkung
Gärtnern mit torffreier Erde ist also einfach – und macht gleichzeitig einen großen Unterschied für den Klimaschutz. Weitere Informationen, Tipps und Hintergründe zur Aktionswoche gibt es unter www.torffrei.info.
