Regenwasser richtig nutzen

Das Frühjahr 2020 hat uns bereits einige sehr sonnige Wochen beschert und der Sommer scheint auch nicht besonders regenreich zu werden. Was für die meisten Leute Grund zu Freude ist, macht Gartenbesitzern zunehmend Sorgen. Denn Trockenheit und Hitze, sowie der milde Winter wirkt sich auch auf unsere Gärten aus. Bereits im letzten Jahr hatten wir ein Dürrejahr zu verzeichnen und der Klimawandel lässt vermuten, dass in den nächsten Jahren eher mit weiteren langen Trockenperioden zu rechnen ist. Was kannst du also tun, um deinen Garten fit für solche Trockenperioden zu machen? Wir haben da ein paar Tipps für dich.

Regenwasser auffangen und nutzen

Ein altes Weinfass dient als Wasserspeicher und Dekoelement im Garten

Auch die vergangenen Sommer waren bereits von Trockenheit gezeichnet. Einige Region traf es dabei stärker als andere, doch die Wasserreserven wurden allerorts stark reduziert. Verbrannte Flecken auf dem Rasen bereiteten so manchem Gartenfreund Kummerfalten auf der Stirn. Regelmäßiges Bewässern mit Leitungswasser ist nicht nur auf Dauer besonder teuer, sondern wird oft auch von Städten und Gemeinden untersagt um die Wasserreserven nicht zu stark zu reduzieren. Um die kostbaren Ressourcen zu schonen ist es langfristig gesehen sicher vorteilhaft die Pflanzenauswahl im Garten den Gegebenheiten anzupassen.

Kurzfristig macht es allerdings sehr viel mehr Sinn, statt auf Leitungswasser zurückzugreifen, eher Regenwasser aufzufangen und zur Gartenbewässerung zu nutzen. Regentonnen mit Anschluss an die Regenrinne sind ganz bestimmt eine sinnvolle Investition. Denn wenn das kostbare Nass dann doch einmal vom Himmel fällt, sollte man es nicht einfach in der Kanalisation verschwinden lassen. Eine deutliche Nummer größer geht es selbstverständlich auch! Unterirdische Zisterne zum Auffangen des Wassers sind zwar aufwendiger und teurer, fassen aber auch deutlich mehr Wasser und speichern es für die trockenen Perioden.

Ein Gartenteich bringt nicht nur Leben in den Garten, sondern kann auch ein prima Wasserspeicher sein. Außerdem verändert so ein Gartenteich das Mikroklima im Garten und kann sogar durch Verdunstung des Wassers den Garten leicht abkühlen.

Wasser im Boden speichern

Das Schlechteste was man in einem Garten machen kann, ist den Boden zu versiegeln. Kann das Wasser leicht ins Erdreich eindringe speichert er das Wasser auch. Je mehr versiegelte Fläche im Garten zu finden ist, desto weniger Wasser kann der Boden speichern. Aber auch nakte Erde solltest du vermeiden.

Wenn du im Garten arbeitest, solltest du die obere Bodenschicht nach Möglichkeit nicht zu tief auflockern, da du sonst der Sonne mehr Fläche zum Austrocknen gibst. Viele Pflanzen, dicht bepflanzt, beschattet den Boden und hält den Wind davon ab, den Boden zusätzlich auszurocknen. Kompost oder Humus zwischen den Pflanzen versorgen nicht nur die Pflanzen mit Nährstoffen, sondern geben auch zusätzliche Feuchtigkeit in den Boden. Eine Mulchschicht aus Grasschnitt oder Rindenmulch schützen den Boden auch vor dem Austrocknen.

Garten uneben anlegen

Pfützen machen nicht nur den Kids im Garten nach einer Regenschauer Spaß, kann man doch prima darin herum hüpfen. Bleibt das Wasser auf unebener Fläche stehen, sammelt es sich zu einer Pfütze und kann so langsam ins Erdreich eindringen. Eine ebene Fläche auf dem das Wasser gleich abfließt und wo möglich in einem Gullideckel verschwindet, lassen das kostbare Gut nur ungenutzt verschwinden. Eine unebene Fläche ist geeigneter, um Wasser aufzufangen und zu speichern.

Warum nicht einmal ein Beet in Form eines Mini-Vulkankraters anlegen? Ist in der Mitte des Beets eine Mulde angelegt, kann sich hier das Wasser sammeln und langsam in den Boder versickern.

Was kommt ins Beet?

Bei der Auswahl der Pflanzen fängt alles an. Achte bei der Anschaffung auf Pflanzen die ihren neuen Standort angepasst sind. Stauden die mehr Sonne vertragen können und auch einmal eine kleine Trockenphase durchstehen können, findest du im Gartencenter deines Vertrauens. Pflanzen die weniger Sonne vertragen, sollten im Schatten dieser Pflanzen gesetzt werden. Im Gemüsegarten ist eine Mischkultur von größeren und kleineren Pflanzen ideal. Ganz nebenbei fördert eine ausgeklügelte Mischkultur auch den gegenseitigen Schutz vor Schädlingen.

Fördermittel nutzen

Einige Regionen, Städte und Gemeinden geben finanzielle Anreize bei der Anschaffung von Regenwasserauffanganlagen. Beispielsweise gibt es in der Gemeinde Büllingen eine Prämien für Anlagen zum Auffangen von Regenwasser. Auch die Stadt St.Vith bietet bis zu 500 € an Fördermitteln bei der Anschaffung von Regenwasserauffanganlagen. In der Städteregion Aachen gibt es leider keine Fördermittel. Informiere dich doch einfach mal in deiner Region – fragen kostet ja nix. 😉

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