Querschnitt der Gartenwelt

Ein wunderbarer Sonntag war unser Ausflug am 16. Juli 2019 zu verschiedenen Gärten in der Region anlässlich der Aktion „Aachen öffnet seine Gärten„. Unserer kleine Rundreise war ein guter Querschnitt durch die Gartenwelt. Vom kleinen, voll gepackten Schrebergarten mit knapp 300qm bis zum riesigen, blütenprächtigen Ziergarten mit 2000qm haben wir einige Gärten besucht. Hier haben wir einen kleinen Bericht unserer Eindrücke und Erlebnisse für euch.

Der Schrebergarten der Familie Theuer

In der Schrebergartenkolonie Hangeweiher wurden wir sehr freundlich von Frau Theuer begrüßt. Die Kleingartenanlage ist eine von drei Anlgen rund um den Hangeweiher in Aachen. Die gelernte Floristin hat mit ihrem Mann vor sieben Jahren eine völlig verwilderte Parzelle übernommen. Der Werdegang des Gartens wird mit einer Fotostrecke im Garten veranschaulicht. Man kann sehen in welch traurigem Zustand sich der kleine Garten befand. Heute zeichnet sich ein völlig anderes Bild. Einige Birn- und Kirschbäume sowie zahlreiche Hochbeete gefüllt mit Topinambur, Salat, Kohl, Möhren und vielem mehr. Familie Theuer hat wirklich jeden Quadratzentimeter in ihrem kleinen Gartenparadis genutzt.

Im Gespräch mit Familie Theuer wird klar: Hier ist Leidenschaft mit im Spiel. Sie genießen ihre Zeit im Garten und die Gemeinschaft in der Schrebergartenkolonie. Bereits im Vorjahr durften Besucher die Familie in ihrem Garten besuchen. 45 Besucher ergatterten Einblicke in dieses Kleinod der Gartenwelt. Mit einigen guten Tipps von Frau Theuer im Notizbuch, sind wir zum nächsten Garten aufgebrochen und machten Platz für die nächsten Besucher.

Gemüsegarten

Unser zweiter Gartenbesuch an diesem Tag führte uns in den Aachener Stadtteil „Auf der Hörn“. Der ca. 100 qm große Gemüsegarten gehört der Familie Benstöm und versorgt die Familie mit viel gesundem Gemüse. Frank – der uns schnell das „Du“ angeboten hat – nennt seinen Garten den „Gourmetgarten“.

Als Erstes stellt uns Frank in seinen gelben Gummistiefeln, seinen Hühner vor. Je drei „Kenn Bielefelder“ und zwei Hybrid-Hühner helfen ihm bei der Gartenkompostierung. Garten- und Küchenabfälle kommen auf einen Haufen im Hühnerstall. Was die Hühner nicht verwerten wird früher oder später von der Natur kompostiert und die Würmer im Kompost, werden wiederum kostbares Futter für die Hühner. Zu riechen ist nichts und genau so soll es sein, erklärt Frank.

Wird er Komposthaufen im Hühnerstall irgendwann zu groß, wird er in einem Komposthaufen zu Ende kompostiert bis der Garten wieder umgegraben werden muss. Dann landet der wertvolle Dünger in der Erde und düngt so vor allem die Starkzehrer wie Kartoffeln oder Kohl, wenn die Kartoffeln abgerntet sind. Sind die Kartoffeln geerntet, landen sie in einer Grube im Garten.

Außerdem finden sich in seinem Garten jede Menge Möhren. Frank erklärt uns, dass er mit einem Freund zusammen eigenes Saatgut erzeugt. In einer Anzuchtbox neben den Möhren, wachsen schon die nächsten Gemüsesorten für seinen Garten darunter beispielsweise Mangold.

Blütenmeer in Hanglage

Ein ganz anderer Garten erwartete uns anschließend mit dem Ziergarten „Atemgeflecht“ in Hergenrath. In ihrem etwa 2000 qm großen Garten begrüßten uns Herr und Frau Arz sehr herzlich. Erfreut über den Besuch junger Garteninteressenten, erzählt sie uns bei einem Gläschen Sekt, etwas über ihren wundervollen Garten und dessen Blütenvielfalt.

Während Frau Arz weitere Besucher begrüßt flanierten wir noch etwas durch den Garten und bestaunten sowohl die Blütenvielfalt als auch die vielen, uns teils noch unbekannten Stauden. Auch einige Bienenvölker schwärmten im Garten umher – das Futterangebot ist momentan jedenfalls reichlich vorhanden.

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