„Operation Igel“ gestartet: Wie du den Artenschutz in deinen Garten holst
Stell dir vor, es dämmert in deinem Garten, die Vögel verstummen langsam und plötzlich raschelt es im Gebüsch. Mit etwas Glück schaut ein kleiner, stachliger Geselle vorbei: Der Igel ist das heimliche Symbol unserer Gärten. Doch der Schein trügt, denn die niedlichen Säugetiere haben es zunehmend schwerer, sicheren Lebensraum zu finden. Genau deshalb startet jetzt eine groß angelegte Hilfsaktion, bei der du aktiv mitmachen kannst – die „Operation Igel“!
Gemeinsam mit der Stiftung QiGreen, der Natagora-Arbeitsgruppe „Igel“ und den CREAVES hat der Verband der Naturparks der Wallonie eine wichtige Sensibilisierungs- und Schutzkampagne ins Leben gerufen. Das Beste daran? Auch bei uns in Ostbelgien sind alle Naturbegeisterten dazu aufgerufen, einen echten Beitrag zum Artenschutz zu leisten. Bis Juni 2027 läuft die Aktion, und du kannst direkt von deinem eigenen Garten aus mithelfen.

Warum braucht der Igel unsere Unterstützung?
Um den Igel effektiv schützen zu können, müssen wir zuerst seine Lebensweise und seine aktuellen Herausforderungen besser verstehen. Wie bewegt er sich fort? Wo findet er Nahrung und Unterschlupf? Und wie stark ist die Population in Regionen wie Ostbelgien überhaupt noch? Dank Feldbeobachtungen und der Beteiligung der Bürger können Wissenschaftler seine Verbreitung besser erfassen und die wirksamsten Maßnahmen zu seinem Schutz ermitteln.
Die „Operation Igel“ setzt genau hier an. Das Ziel ist es, flächendeckende Daten zu sammeln, um am Ende ganz konkrete, praktische Lösungen zu entwickeln. So lernen wir, wie wir Grünflächen und jeden privaten Garten wieder in ein echtes, sicheres Paradies für diese empfindliche Art verwandeln können.
Spannende Einblicke durch moderne Technik
Hast du dich schon mal gefragt, was nachts in deinem Garten passiert, während du schläfst? Im Rahmen des Projekts werden sogenannte „Fotofallen“ eingesetzt. Diese speziellen Kameras werden für drei Wochen bei Freiwilligen im Garten platziert. Sie nehmen Bewegungen völlig geräuschlos und diskret auf. So lässt sich genau dokumentieren, ob und wie oft ein Igel deine grüne Oase als Revier nutzt. Die Geräte können entweder vom Verband bereitgestellt werden oder aus eigenem Bestand stammen.

Werde zum Forscher: So einfach hilft dein Garten in Ostbelgien
Du fragst dich, wie du dich konkret für den Schutz der Stacheltiere einsetzen kannst? Es gibt verschiedene Wege, wie du die Kampagne unterstützen kannst – je nachdem, wie viel Zeit du mitbringst:
- Die Fotofalle im Garten: Lass eine Kamera für drei Wochen in deinem Garten installieren und liefere wertvolle Bildnachweise über die lokalen Bestände.
- Nächtliche Streifzüge: Wenn du dich noch intensiver engagieren möchtest, kannst du dich an abendlichen Erkundungstouren in deiner Gemeinde beteiligen. Gemeinsam werden festgelegte Abschnitte abgegangen, um gesichtete Tiere direkt vor Ort zu erfassen.
- Sichtungen online melden: Du hast bereits einen Igel in deiner Nähe oder irgendwo in Ostbelgien entdeckt? Dann warte nicht lange und trage deine Beobachtung direkt im Portal „Naturbeobachtungen in Belgien“ ein.
Jede einzelne Beobachtung in deinem Garten hilft dabei, das Überleben der Art in Ostbelgien nachhaltig zu sichern. Mach mit, schärfe deinen Blick für die Natur vor deiner Haustür und werde Teil der „Operation Igel“!
Weiter Informationen und Anmeldung bei Florine Crutzen per E-Mail an florine.crutzen@botrange.be oder telefonisch unter +32 80 44 03 01. Nach der Anmeldung erhältst du alle weiteren Informationen zu den verschiedenen Beteiligungsmöglichkeiten.
